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Der Lilienstein ist der bekannteste und beeindruckenste Tafelberg im Elbsandsteingebirge. Er liegt direkt gegenüber der bekannten Festung Königstein in einer Elbschleife und bietet wunderbare Ausblicke in die Sächsische Schweiz und hinüber zur Festung. Am 1. Mai kann man am Lilienstein viele Kletterer beobachten.
| Start / Ziel: | Oberrathen / Königsstein | Parken: | In Oberrathen direkt an der Elbe, kostenpflichtig. |
| Einkehren: | Gasthof auf dem Lilienstein (Besitzer sehr nett!), zahlreiche Möglichkeiten in Königsstein | Anfahrt: | Mit dem Auto über die B172 bis Pirna, dann über Struppen nach Rathen. Mit dem Elbdampfer nach Rathen. Am Besten aber mit der S-Bahn S1 ab Dresden bis Rathen. Zurück mit der gleichen Linie ab Königsstein. Bei allen Varianten mit der Fähre in Rathen übersetzen. |
| Länge: | ca. 9 - 10 km | Höhenprofil: | ![]() |
| Gehzeit: | ca. 3 Stunden | ||
| Anspruch: | leicht, festes Schuhwerk empfohlen | ||
| GPS: | Track: Wanderung005.trk, GoogleEarth: Wanderung005.kml | Besonderes: | Schöne Aussicht vom Lilienstein. |
| Literatur: | Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz Band 2, ISBN: 3-934514-09-X. Rother Wanderführer "Elbsandsteingebirge" von Franz Hasse, ISBN: 3-7633-4191-9. | Karten: | TK25 Wanderkarte Blatt 43 Sächs. Schweiz 1:25.000 (LVMA Sachsen); Vordere Sächs. Schweiz 1:15.000 (Sachsen Karthographie); Festung Königsstein und die Tsfelberge 1:10.000 (Rolf Böhm) |
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| Für größere Darstellung hier klicken. CD-ROM Top50, (c) Landesvermessungsamt Sachsen 2007 | Für größere Darstellung hier klicken. Erstellt mit GPSVisualizer.com |

Der Lilienstein
Unsere Wanderung beginnt in Oberrathen. Hier müssen wir mit der Personenfähre nach Niederrathen
übersetzen. Auf der anderen Elbseite angekommen halten wir uns gleich rechts, überqueren den Grünbach
und wandern direkt an der Elbe auf dem Kottesteig Richtung Osten. Wir folgen dem Kottesteig mit der
Markierung
eine ganze Zeit lang, bis wir an
einem Haus mit dem Namen Einsiedler vorbeikommen. Dieses Haus umgehen wir und biegen dann direkt
dahinter links auf den Lottersteig ab, immer noch der Markierung
folgend. Der Lottersteig verläuft nun bergauf und bringt uns zur sogenannten
Ebenheit. Wir überqueren die Kaiserstraße und biegen dann ca. 200m weiter rechts in den Kirchsteig
ein. Nach kurzer Zeit kommen wir linker Hand an einem Waldfriedhof vorbei: Hier wurden 1945/47 117
Vertriebene aus dem Sudetenland und aus Schlesien in einem Massengrab begraben, nachdem sie in
einem nahe gelegenen Flüchtlingslager an Krankheit oder Hunger verstorben waren.
Wir passieren eine überdachte Quelle, dem sogenannten Franzosenborn und biegen an der nächsten
Wegkreuzung nach rechts Richtung Lilienstein ab und folgen jetzt der
Wegmarkierung
. Der breite Weg führt zunächst langsam bergauf, später verläuft er über eine Stahlleiter
und in Serpentinen steil bergauf auf die Hochfläche des Liliensteins. Oben angekommen erwarten uns
neben einer Gaststätte, die zu einer kleinen Einkehr einlädt, zahlreiche Aussichten rings herum um
den Gipfel des Liliensteins. Hier lohnt es sich, ein wenig zu Verweilen und die kleinen Pfade zu den
einzelnen Aussichtspunkten zu erkunden. Der Blick reicht herüber zur Festung Königsstein, die von
hier oben einen wunderbaren und ungewöhnlichen Ausblick gestattet bis tief in die hintere Sächsische
Schweiz hinein. Am 1. Mai wird auf dem Lilienstein traditionsmäßig geklettert, und so kann man an
diesem Tag hier oben besonders viele Kletterer beobachten.
Nachdem wir die zahlreichen Aussichten ausgiebig genossen haben, geht es nun wieder an den Abstieg,
der dieses Mal über die Westseite des Tafelbergs erfolgt. Zunächst geht es über Sandsteinstufen
bergab, dann geht der Weg in steile Serpentinen über und bringt uns schnell wieder herunter an den
Fuß des Berges. Unten angekommen verlassen wir am Fuß des Berges den Weg mit der
Markierung und biegen rechts in den Waldweg ein. Am
Schluß des Weges halten wir uns leicht links und biegen auf die Napoleonallee nach links ab und laufen die
Allee unter alten Pappeln entlang zum Dorf Ebenheit.
Im Dörfchen Ebenheit angekommen suchen wir uns den Weg herunter zur Fähre und setzen über nach Königsstein. Von hier aus treten wir entweder mit der S-Bahn oder den Elbschiffen den Rückweg an.
(c) Michael Schlenstedt