Wanderung No. 6

Zusammenfassung:

Diese Wanderung am Rande der Böhmischen Schweiz ist eine schöne Alternative zur (oft überlaufenen) Wanderung zum Prebischtor. Die Kahnfahrt durch die Edmundsklamm ist ein ganz besonderes Erlebnis. Anschließend geht es über weite Felder und Wiesen durch die Böhmische Schweiz direkt zur Jonsdorfer Windmühle, die in diesen Tagen zum Wochenendhaus umfunktioniert wurde. Nach dem Besuch der Windmühle geht es durch bewaldetes Gebiet nochmal etwas steiler auf die Klippen am Elbtal und zurück nach Hrensko. Zum Startpunkt der Tour gelangt am am Besten mit der S-Bahn S1 über Schöna nach Hrensko. Eine Anfahrt mit dem Auto nach Tschechien wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Eine Alternative ist die Fahrt bis Schmilka und dann zu Fuß (ca. 2 km) weiter nach Hrensko.

Tourdaten:

Start / Ziel: Hrensko (Herrnskretschen), Tschechien Parken: In Hrensko (nicht empfohlen) oder Schmilka (+2 km mehr im Hin- und Rückweg).
Einkehren: Zahlreiche Gaststätten in Hrensko und Janov (Jonsdorf) Anfahrt: Mit dem Auto über die B172 bis Bad Schandau, dann weiter bis nach Schmilka und Hrensko. Am Besten aber mit der S-Bahn S1 ab Dresden bis nach Schöna, anschl. mit der Fähre nach Hrensko übersetzen.
Länge: ca. 12 - 13 km Höhenprofil: Hoehenprofil
Gehzeit: 3 - 4 Stunden
Anspruch: leicht, festes Schuhwerk empfohlen
GPS: Track: Wanderung006.trk, GoogleEarth: Wanderung006.kml Besonderes: Kahnfahrt durch die Edmundsklamm.
Literatur: Wander- & Naturführer Böhmische Schweiz, ISBN: 3-934514-07-3 Karten: TK25 Wanderkarte Blatt 45 Sachs. Schweiz 1:25.000 (LVMA Sachsen); Sächsisch-Böhmische Schweiz 1:30.000 (Sachsen Karthographie); Böhmische Schweiz 1:40.000 (Rolf Böhm)

Karten:

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Für größere Darstellung hier klicken. CD-ROM Top50, (c) Landesvermessungsamt Sachsen 2007 Für größere Darstellung hier klicken. Erstellt mit GPSVisualizer.com

Wegbeschreibung:

Bild 2
Die wild-romantische Edmundsklamm
Man sollte sich von den zahlreichen Ramschbuden, emsigen asiatischen Verkäufern und dem riesigen Trubel in Hrensko nicht abschrecken lassen. Schon am östlichen Ortsausgang hat der Spuk ein Ende und auf der Wanderung kehrt Ruhe ein. Auf dem Weg zur Edmundsklamm sind zwar gerade an Feier- und Sonntagen auch viele Einheimische unterwegs und genießen die herrliche Landschaft. Aber die meisten von ihnen biegen später in Richtung Prebischtor ab, auf der Strecke zur Jonsdorfer Mühle verirrt sich so gut wie niemand.

Der Startpunkt der Tour liegt am östlichen Ortsausgang von Hrensko. Wir kämpfen uns also zunächst durch die zahlreichen Straßenverkäufer durch den Ort, bis wir an einem (kostenpflichtigen) Parkplatz vorbeikommen und eine größere Straße den Fluss Kamenice (Kamnitzbach) quert. Der Wanderweg mit der Gelber Strich Markierung beginnt rechts des Flusses an einer (mittlerweile geschlossenen) Gaststätte/Biergarten. Der Weg verläuft direkt zwischen steilen Felswänden der Klamm entlang. Mit zunehmender Entfernung zur Ortschaft kann man merken, dass die Klamm immer enger und enger wird. An jedem Abschnitt stehen zur Zeit (05/2007) kleine Kassenhäuschen, an denen man seinen kleinen Beitrag zum Erhalt der Wege und Einrichtungen in der Edmundsklamm beitragen kann/muss (80 Cents pro Person). Man überquert noch einmal den Fluss und kommt dann an der ersten Anlegestelle der Kahnschiffer an. Ab hier ist die Klamm bereits so eng, dass es zu Fuß nicht mehr weitergeht. Man löst eine Fahrkarte (2 EUR pro Person, Stand 05/2007) und wird per Kahn fast wie in Venedig weitergebracht. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten, während der der Bootsführer einige Anekdoten und Wissenswertes über die Klamm zum Besten gibt. Sogar einen künstlichen Wasserfall gibt es zu bestaunen.

Bild 1
Die Jonsdorfer Windmühle
Nach der Kahnfahrt geht es wiederum ein Stück zu Fuß entlang der Kamenice durch die Klamm, bis man auf eine größere Wegkreuzung stößt. Hier geht es geradeaus weiter zur 2. Kahnfahrt und links über eine Brücke in Richtung Mezna (Stimmersdorf). Wir aber gehen rechts die Klamm hinauf und folgen nun dem Grüner Strich markierten Weg in Richtung Jonsdorf. Nach einem kurzen aber steilen Aufstieg durch dicht bewaldetes Gebiet lichtet sich plötzlich der Wald und die Landschaft geht über in eine weite Wiesen- und Feldlandschaft. An der nördlichen Spitze von Ruzova (Rosendorf) biegen wir rechts auf den wieder Gelber Strich markierten Weg ab. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Golfplatz von Jonsdorf. Der Weg führt mehr oder weniger mitten durch den Platz hindurch. Dieses stört aber kaum, im Gegenteil: Es ist schon witzig, die emsig hinter ihren weißen Golfbällen hinterherjagenden "Juppies" bei ihrer Freizeitbeschäftigung zu beobachten.

Nachdem man den Golfplatz zuerst durchquert und anschließend umrundet hat, führt der Weg mitten durch Jonsdorf hindurch zum anderen Ortsende. In Jonsdorf laden einige Gaststätten auf ein böhmisches Bier ein. Kurze Zeit hinter Jonsdorf kommt man dann auf der rechten Seite an der Jonsdorfer Windmühle vorbei. Die Mühle ist zum Wochenendhäuschen umgebaut worden, hat aber von ihrem ehemaligen Charme nichts eingebüßt, wenn auch das Windrad mittlerweile fehlt. Durch etwas leichter bewaldetes Gebiet geht es nun weiter in Richtung Hrensko. Der Weg führt teilweise auf alten Straßen entlang. Der Gelber Strich markierte Weg führt uns die komplette Strecke zurück nach Hrensko. Zum Schluss geht es nochmals inmitten eines dichten Waldes hinauf auf die Klippen der Elbe, wo man nochmal einen schönen Ausblick auf die Elbe hat und das emsige Treiben in Hrensko von oben bestaunen kann. Anschließend geht es in steilen Serpentinen bergab zurück zum Ortsanfang Hrensko.

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