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Diese Wanderung am Rande der Böhmischen Schweiz führt uns zum grö´ßten Felsentor Europas: Das Prebischtor. Die Kahnfahrt auf dem Weg zum Felsentor durch die Edmundsklamm ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das 1881 erbaute romantischer Hotel Falkenhorst lädt direkt am Prebischtor zu einem kühlen böhmischen Bier ein. Zum Startpunkt der Tour gelangt am am Besten mit der S-Bahn S1 über Schöna nach Hrensko. Eine Anfahrt mit dem Auto nach Tschechien wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Eine Alternative ist die Fahrt bis Schmilka und dann zu Fuß (ca. 2 km) weiter nach Hrensko.
| Start / Ziel: | Hrensko (Herrnskretschen), Tschechien | Parken: | In Hrensko (nicht empfohlen) oder Schmilka (+2 km mehr im Hin- und Rückweg). |
| Einkehren: | Zahlreiche Gaststätten in Hrensko, Hotel Falkenhorst am Prebischtor (sehr zu empfehlen!) | Anfahrt: | Mit dem Auto über die B172 bis Bad Schandau, dann weiter bis nach Schmilka und Hrensko. Am Besten aber mit der S-Bahn S1 ab Dresden bis nach Schöna, anschl. mit der Fähre nach Hrensko übersetzen. |
| Länge: | ca. 18 - 19 km | Höhenprofil: | ![]() |
| Gehzeit: | 6 - 7 Stunden | ||
| Anspruch: | leicht aber lang, festes Schuhwerk empfohlen | ||
| GPS: | Track: Wanderung008.gpx, GoogleEarth: Wanderung008.kml | Besonderes: | Kahnfahrt durch die Edmundsklamm, Prebischtor. |
| Literatur: | Wander- & Naturführer Böhmische Schweiz, ISBN: 3-934514-07-3 | Karten: | TK25 Wanderkarte Blatt 45 Sachs. Schweiz 1:25.000 (LVMA Sachsen); Sächsisch-Böhmische Schweiz 1:30.000 (Sachsen Karthographie); Böhmische Schweiz 1:40.000 (Rolf Böhm) |
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| Für größere Darstellung hier klicken. (c) Landesvermessungsamt Sachsen, Tk 1:50.000 | Für größere Darstellung hier klicken. Powered by Google.com |

Das bekannte Prebischtor
Man sollte sich von den zahlreichen Ramschbuden, emsigen asiatischen Verkäufern und dem riesigen
Trubel in Hrensko nicht abschrecken lassen. Schon am östlichen Ortsausgang hat der Spuk ein Ende und
auf der Wanderung kehrt wieder etwas Ruhe ein. Allerdings sind zum Prebischtor gerade an Feier- und Sonntagen
auch viele Einheimische unterwegs und genießen die herrliche Landschaft. Eine stille und einsame
Wanderung darf man also zu so einer Sehenswürdigkeit nicht erwarten. Aber im Großen und Ganzen hält
sich alles in Grenzen.
Der Startpunkt der Tour liegt am östlichen Ortsausgang von Hrensko. Wir kämpfen uns also zunächst
durch die zahlreichen Straßenverkäufer durch den Ort, bis wir an einem (kostenpflichtigen) Parkplatz
vorbeikommen und eine größere Straße den Fluss Kamenice (Kamnitzbach) quert. Der Wanderweg mit der
Markierung beginnt rechts des Flusses an einer
(mittlerweile geschlossenen) Gaststätte/Biergarten. Der Weg verläuft direkt zwischen steilen
Felswänden der Klamm entlang. Mit zunehmender Entfernung zur Ortschaft kann man merken, dass die
Klamm immer enger und enger wird. An jedem Abschnitt stehen zur Zeit (05/2007) kleine
Kassenhäuschen, an denen man seinen kleinen Beitrag zum Erhalt der Wege und Einrichtungen in der
Edmundsklamm beitragen kann/muss (80 Cents pro Person). Man überquert noch einmal den Fluss und
kommt dann an der ersten Anlegestelle der Kahnschiffer an. Ab hier ist die Klamm bereits so eng,
dass es zu Fuß nicht mehr weitergeht. Man löst eine Fahrkarte (2 EUR pro Person, Stand 05/2007) und
wird per Kahn fast wie in Venedig weitergebracht. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten, während der der
Bootsführer einige Anekdoten und Wissenswertes über die Klamm zum Besten gibt. Sogar einen
künstlichen Wasserfall gibt es zu bestaunen.

Hotel Falkenhorst am Prebischtor
Nach dieser ersten Kahnfahrt durch die Edmundsklamm geht es nun wieder zu Fuß weiter. Nach kurzer
Zeit lädt ein kleiner Kiosk zu einer ersten Rast ein. Der Weg führt nun teilweise auf Gallerien,
teilweise durch in den Fels geschlagene Tunnel weiter. Nachdem wir einen etwas größeren Platz
geradeaus passiert haben, von dem aus auch ein Weg über die Brücke (Stimmersdorfer Brücke) Richtung
Mezni führt, verengt sich die Klamm wieder und wir erreichen die Stille Klamm. Von hier aus geht es
mit der 2. Kahnfahrt weiter, da auch hier ein Passieren der Klamm zu Fuß nicht möglich ist (der
Preis ist der Gleiche wie bei der ersten Kahnfahrt). Nach der
ruhigen Fahrt verläuft der Weg wieder entlang der Kamnitz, bis ein Passieren der Klamm nicht mehr
möglich ist (weder zu Fuß noch mit dem Kahn). Wir biegen nach links ab und wandern den Soorgrund hinauf.
Kurze Zeit später treffen wir auf den
markierten
Wanderweg, dem wir nach links folgen bis wir die kleine Siedlung Mezni Louka (Rainwiese) erreichen.
Hier gibt es bereits seit 1892 ein Hotel und mittlerweile auch einen Campingplatz. Wir folgen nun
der
Markierung links (Achtung! Nicht der roten
Markierung rechts über den Campingplatz folgen!) Richtung Prebischtor. Wir kommen an allerhand
interessanter Felsen (z. B. dem Beckstein oder Zuckerhut) entlang und wandern fast ohne
Höhenunterschiede entlang der Felsenkante, bis wir (endlich) den Abzweig rechts hoch zum Prebischtor
erreichen. Wir biegen rechts ab und folgen in mehreren Serpentinen dem Weg zum Felsentor. Durch einen
kleinen Tunnel erreichen wir das Untergeschoss des Hotels Falkenstein, welches wir durchqueren. Nun
ist eine kleine Gebühr (2 EUR pro Person, Stand 07/2007) zur Besichtigung des Tores zu entrichten.
Es gibt mehrere Aussichtspunkte, von denen der Kreuzstein der schönste ist. Es lohnt sich aber auf
jeden Fall, auch die anderen Punkte abzulaufen!
Nach einer Rast und einem frischen böhmischen Bier geht es nun ein kurzes Stück auf dem gleichen Weg
wieder zurück, bis wir wieder auf den Wanderweg unterhalb des Tores stoßen. Hier biegen wir rechts
ab und nehmen das letzte Stück der Wanderung in Angriff. Die Weg ist nun bis Hrensko
markiert. Nachdem wir den Langen Grund passiert haben,
muss das letzte Stück auf der (viel befahrenen) Straße zurück gelegt werden, bis wir wieder am
Parkplatz in Hrensko ankommen.
(c) Michael Schlenstedt