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La Palma ist die nord-westliche und grünste Insel der Kanaren. Zum Glück ist sie vom Massentourismus bisher verschont geblieben - und so sucht man Bettenburgen und Ferienhaus-Komplexe auf La Palma vergebens. Nicht umsonst wird sie auch "`Isla bonita"' genannt! La Palma eignet sich weniger für einen Bade- oder Strandurlaub. Vielmehr kann man hier Natur pur erleben, ausgiebige Wandertouren unternehmen aber auch das eine oder andere Bad im Meer ist selbstverständlich möglich.
An Reisevorbereitungen braucht es nicht viel: Neben den vielen Pauschalangeboten kann man sich problemlos seinen Urlaub auch selbst zusammenstellen (und das sei wärmsten empfohlen!).
Und so haben wir es auch gemacht: Neben einem Flug benötigt man eine kleine Ferienwohnung sowie einen Mietwagen, um die Insel zu erkunden. Ein Mietwagen ist in meinen Augen absolut notwendig, denn das öffentliche Verkehrsnetz ist auf La Palma nicht sehr gut ausgebaut und man hat ansonsten keine Möglichkeit, die zahlreichen wunderschönen Naturplätze der Insel zu erkunden. Und das war's eigentlich auch schon. Mehr benötigt man nicht für einen unvergesslichen Urlaub!
Es gibt zahlreiche Angebote von Ferienhäusern, Mietwägen und Flügen nach La Palma. Die Preisunterschiede sind gravierend und ein Vergleichen lohnt sich! In der Zeit des Internets ist es mittlerweile ja wirklich einfach, sich das billigste Mietwagenangebot und das günstigste Ferienhaus herauszusuchen. Alles in allem muss man jedoch sagen, dass La Palma sicher nicht die billigste der kanarischen Inseln ist, dafür ist sie wunderschön und nicht so überlaufen wie andere kanarische Inseln. Häufig hilft es auch, etwas mit dem Abflugdatum zu "`spielen"', die Flugpreise variieren teilweise sehr stark und unterscheiden sich je nach Wochentagen extrem.
Anbei finden sich einige Links zu Internetseiten Rund um den Urlaub auf La Palma:
Unser Ferienhaus haben wir über das Internet bei Elke Janke Reisen gebucht (eine Woche für 392 EUR), den Flug haben wir ab Hamburg bei Condor gebucht (ca. 300 EUR/Person Hin- und zurück) und der Mietwagen kam von dem kleinen, regionalen Anbieter Hermosilla-Cars (140 EUR für eine Woche).
Die reinen Reisekosten waren also mit 1132 EUR für eine Woche nicht gerade billig.
Reiseliteratur gibt es von La Palma wie Sand am Meer, wenn vielleicht auch nicht ganz so zahlreich wie bei einigen anderen kanarischen Inseln (wie Fuerteventura z. B.). Ich habe folgende Reiseführer verwendet, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Am meisten dabei habe ich den Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag verwendet. Zur Reisevorbereitung habe ich mir noch eine 1:40.000 Detailkarte von La Palma in Deutschland gekauft. Es gibt aber auch zahlreiche Karten direkt auf La Palma zu erwerben.
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Um 5:15 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Hamburg gemacht. Die Fahrt sollte laut Routenplaner 2:15 Stunden dauern und unser Flieger ging um 10:00 Uhr. So hatten wir genügend Zeit den Wagen auf dem Dauerparkplatz des Flughafens abzustellen und in Ruhe einzuchecken. Nachts hatte es geregnet und die Temperatur heute morgen lag um 0 C . Daher fuhren wir recht gemächlich Richtung Hamburg und lagen gedanklich schon in der Sonne am Strand von La Palma...
Der Parkplatz zum Dauerparken liegt am hinterletzten Ende des Flughafens in Hamburg ("`Holiday Parking"'). Stellt man seinen Wagen auf dem unüberdachten Parkplatz und nicht im Parkhaus ab, so spart man nochmal 10 EUR. Trotzdem schlägt die Parkgebühr mit 50 EUR pro Woche zu Buche. Gegen 8:00 Uhr trafen wir mit dem Shuttlebus im Terminal 2 ein, von wo die Condorsflüge starten. Condors hatte zu diesem Zeitpunkt ganze 3 Check-In-Schalter offen, folglich reichte die Schlange vor den Schaltern durch das ganze Terminal, wand sich dann um einen riesigen Blumenkübel um 180 Grad und schlängelte sich dann nochmal durch das halbe Terminal zurück! Etwas verwirrt haben wir uns aufgemacht und das Ende der Schlange gesucht, welches wir auch hinter einer Barrikade Mülleimer gefunden haben. Nach einer Dreiviertelstunde wurde dann noch ein 4. Terminal geöffnet (Hellau!) und es ging merklich schneller voran.
Gegen 9:15 Uhr standen wir dann mit allen Unterlagen ausgestattet in der nächsten Schlange vor der Sicherheitskontrolle. Vor uns hatte eine Frau noch nicht mitbekommen, dass man mittlerweile keine Getränke mehr mit in den Flieger nehmen darf. Anstatt dass sie die 1,5L Colaflasche einfach abgibt bzw. in den Müll schmeisst, meinte sie, diese noch austrinken zu müssen. War ja schließlich auch teuer! In der ganzen Hektik schäumte dann ersteinmal die halbe Flasche beim Öffnen über... Mit klebrigen Händen und in einer Colapfütze stehend trank sie dann einen winzigen Schluck und reichte die Flasche dann an ihren Ehemann, der 2 Plätze hinter uns in der Schlange stand, weiter: "`Hier, trink Du den Rest aus!"'. Die Stimmung des Mannes war ziemlich am Boden und es war im sichtlich peinlich... Ein köstliches Schauspiel - wir haben uns gut amüsiert und so die Wartezeit sehr gut herumgekriegt.
Der Flieger startete trotz der riesigen Schlange im Terminal pünktlich. Der Flug verlief sehr ruhig und pünktlich um 14:15 Uhr ortszeit landeten wir in Santa Cruz de La Palma! Von der extrem kurzen Landebahn, die direkt im Meer endet, und der damit verbundenen spektakulären Landung haben wir auf unseren Plätzen nichts mitbekommen und so waren wir guter Dinge, als wir den Flieger verlassen haben. Keine 10 Minuten später hatten wir schon unsere Koffer und waren im Eingangsbereich des Flughafens angekommen. Hier wartete bereits der Besitzer von Helios-Cars, bei dem wir den Mietwagen gebucht hatten, mit einem Namensschild auf uns, um uns den Wagen zu übergeben. Auf dem Parkplatz angekommen "`gab es dann noch ein kleines Problem mit dem Wagen"': Der Tacho funktionierte nicht. Repariert werden konnte er frühestens am 02.01.07 wegen des Feiertags (sagte er zumindest - ich denke eher, er hat garnicht geplant, das Ding jemals zu reparieren...). Einen anderen Wagen hatte er ebenfalls nicht, da alles vollkommen ausgebucht war. Egal, schneller als 70 kmh "`kann man hier sowieso nicht fahren"' und Radarkontrollen "`gibt es hier so gut wie nicht"'. Damit sollte er Recht behalten. Wir haben uns auf 15 EUR Rabatt (10%) geeinigt und wir haben die Kiste genommen - günstig war er ja auf alle Fälle und sah ansonsten in Ordnung aus.
Die blinkenden Warnleuchten im Armaturenbrett ignorierend und um 140 EUR Mietwagenkosten ärmer haben wir uns auf den Weg nach Los Llamos gemacht, wo wir den Schlüssel für das Ferienhaus bekommen sollten. Den Schlüssel sollten wir im Büro der Firma Contacto abholen, die neben der Verwaltung von Ferienhäusern auch mit Immobilien auf der Insel zu handeln schienen. Eine deutsch sprechende Niederländerin ist mit uns dann zum Haus gefahren, hat uns alles gezeigt (Gas, Warm-Wasser usw.) und uns (endlich) die Schlüssel übergeben. Das Ferienhaus lag etwas außerhalb von Los Llamos direkt auf einer Anhöhe. Von hier aus hatte man einen herrlichen Meerblick und eine schöne Aussicht auf die umliegende Gegend. Auf der Anhöhe standen noch zahlreiche andere Ferienhäuser. Unsere Ferienwohnung war in einen kleinen Gebäudekomplex aus 2 Häusern integriert, insgesamt waren auf dem Grundstück vielleicht 4 Wohnungen und eine kleine Wohnung des Besitzers, der aber zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort war. Des weiteren gab es einen (um diese Jahreszeit saukalten) Swimmingpool und eine kleine, abgelegene Grillecke. Es waren noch 2 andere Pärchen mit uns in den Häusern, von denen wir aber so gut wie nichts mitbekommen haben. Des weiteren gehörten 2 Katzen, die wir später Garfield und Zicke getauft haben (siehe Abbildung fig:katzen), mit zu den Häusern.
Nachdem wir unsere ganzen Sachen ausgepackt hatten sind wir nur noch kurz in Los Llamos ein wenig einkaufen gefahren und haben dann auf unserer Terasse mit Meerblick in lauer Sommerluft eine Kleinigkeit gegessen, bevor wir totmüde ins Bett gefallen sind. Nachts hat uns nur gelegentlich das Hundegebell, welches die ganze Nacht (!) hörbar war, das Katzengejammer oder der gegen morgen krähende Hahn aus dem Schlaf gerissen. Das Haus lag halt recht ländlich...
Wetter: bewölkt, ca. 18 - 20 C , leicht windig.
An diesem sonnigen Morgen haben wir nach einer ausgiebigen Dusche auf der Terasse unsereres Hauses bei strahlender Sonne gefrühstückt. Heike hatte einige frische Orangen, die am Haus für die Urlauber zur Verfügung standen, ausgepresst und einen sehr leckeren frischen Orangensaft daraus gemacht.
Nach dem Frühstück sind wir nach Faro de Fuencaliente aufgebrochen, wo wir die beiden Vulkane Volcán de Teneguía und Volcán de San Antonio ganz an der Südspitze von La Palma erwandern wollten. Die Fahrt von Las Manchas geht über die LP-1 bis nach Los Canarios, anschließend haben wir für den Hinweg die Westroute über die LP-1282 gewählt. Hier geht es zunächst in Serpentinen ganz runter bis zur Küste, anschließend verläuft die Straße durch unendliche Bananenplantagen - bis man endlich den Leuchtturm von Faro de Fuencaliente an der südlichsten Spitze der Insel sehen kann. Alles in allem hat die Fahrt keine Stunde gedauert, sodass wir gegen 11 Uhr startklar zur Wanderung waren.
Bananenplantagen gibt es auf La Palma im Übrigen recht viele - allerdings wachsen hier nur sehr kleine Bananen, die dafür aber um so leckerer sind! Richtig bescheuert und absolut paradox, wie vieles in der EU, ist nur, dass diese Bananen nicht in EU-Länder eingeführt werden dürfen, weil sie nicht der durch die EU festgelegten Norm-Banane entsprechen! D. h. in der EU hergestellte Waren dürfen nicht in der EU verkauft werden. Dafür importiert die EU "`normgerechte"' Bananen aus Südamerika. Als ob der mündige Bürger im Laden nicht selbst entscheiden könnte, welche Banane mit welcher Größe er denn gerne kaufen möchte. Das ist wieder so richtig bekloppt und unverständlich. Hauptsache man hat einen Paragraphen, der alles regelt...
Naja, aber das nur am Rande. Als Weg für unsere Wanderung hatten wir uns zunächst die Wanderung Nr. 3 aus dem Michael-Müller-Reiseführer ausgesucht, allerdings wollten wir die Strecke in umgekehrter Reihenfolge ablaufen. D. h. Start und Ende unten in Faro de Fuencaliente. Das hat den Vorteil, dass man den anstrengenden Anstieg zu Beginn der Wanderung hat und am Schluss in der kleinen Strandbar am Strand von Faro de Fuencaliente noch einkehren kann (was man unbedingt machen sollte - hier gibt's den besten Fisch von ganz La Palma!). Wir haben uns nachher allerdings nicht mehr an die Wegbeschreibung im Reiseführer gehalten und sind mit Hilfe der Karte eine eigene Strecke gelaufen.
Der Weg hoch zu den Vulkanen beginnt direkt gegenüber dem neuen Besucherzentrum, welches direkt an den frisch restaurierten, alten Leuchtturm gebaut wurde. Den Schiffen weist heute jedoch ausschließlich der neue, rot-weiße Turm den Weg. Das Besucherzentrum war zum Zeitpunkt unseres Besuches noch im Aufbau und daher noch nicht geöffnet, nur die Toiletten waren schon benutzbar. Das ist im Übrigen die einzigste Toilette während der ganzen Tour! Also aufpassen!
Man folgt zunächst dem Wanderweg GR131, der durch kleine rot-weiße Markierungen auf am Wegesrand liegenden Steinen markiert ist. Gleich zu Beginn beim Anstieg kreuzt man dreimal die Küstenstraße, bevor man in leicht westlicher Richtung die Straße endgültig hinter sich lässt. Nun folgt ein erster, steilerer Anstieg, bei dem man schon ganz schön ins Schwitzen gerät. Der Weg führt über schwarze Sandebenen aus Vulkangestein bzw. mittlerweile -sand, auf denen schon wieder die ersten Sträucher und Gräser wachsen. Zum Vulkan hin wird die Landschaft immer schroffer und felsiger. Der Weg gabelt sich nun zweimal, wobei man immer den linken (unteren) Abzweig wählt. Es geht vorbei an einem Hang, an dem tatsächlich ein wenig Wein angebaut wird, bis man auf einen Schotterweg trifft, der gleichzeitig als Parkplatz für etwas bequemere Touristen und Besucher des Vulkans dient.
Jetzt geht es links hoch immer am Kraterrand entlang, bis man über einen Sattel den höchsten Punkt des Vulkans erreicht. Laut Reiseführer soll es hier merklich wärmer sein und im Krater sollen auch noch einige dampfende Spalten vorhanden sein. Der letzte Ausbruch des Vulkans ist wohl nur wenige Jahrzehnte (1970?) her. Aber beides konnten wir nicht ausmachen. Im Gegenteil: Am Anfang hatten wir sogar ein paar Schwierigkeiten, den eigentlichen Krater zu finden. Trotzdem hat man von hier aus einen fantastischen Ausblick auf die Küste, das tiefblaue Meer und die umliegende Vulkanlandschaft. Man sollte sich allerdings einen Pullover mitnehmen, denn hier oben ist es wahnsinnig stürmisch und somit auch ziemlich frisch!
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten und mittem im Sturm ein kleines Picknick am Rande des Kraters gemacht hatten, ging es zurück zum Parkplatz und dann in Richtung des 2. Vulkans. Wir sind ein kleines Stück nach links auf dem Schotterweg entlang gegangen, bis man in einer Linkskurve einen kleinen Pfad entdeckt. Hier geht es auf einem kürzeren (aber extrem steilen!) Weg zum Volcán de San Antonio. Der Weg war extrem anstrengend, da er, wie schon gesagt, sehr, sehr steil war und der Untergrund lediglich aus losem Schotter besteht, auf dem man bei jedem Schritt 20-30 cm zurückrutscht. Man sollte doch eher noch ein kleines Stück der Straße folgen und einen etwas längeren Weg in Kauf nehmen... Nach dem steilen Aufstieg trifft man nach kurzer Zeit wieder auf den offiziellen Wanderweg, der nach Los Canarios führt. Wenn die Stadt vor einem auftaucht, hält man sich auf einem kurzen Stück links, bis man auf einen großen Parkplatz gelangt.
Man merkt gleich, dass dieser Vulkan touristisch mehr erschlossen ist. Hier am Parkplatz kann man sogar Kamelreiten! Alles zum Wohle des Touristen! Direkt am Parkplatz ist in den Fels ein kleines Bistro integriert worden, wo man sich einen Kaffee oder ein Bier o.ä. gönnen kann. Uns sah das Bistro allerdings zu steril und lieblos aus, sodass wir es links liegen ließen und uns über einen kleinen Pfad auf der Westseite des Vulkans zum höchsten Punkt aufgemacht haben. Das kurze Stück zur Spitze des Vulkans ist so erschlossen, dass es eher einem Spaziergang als einer Wanderung glich. Dementsprechend viele Leute waren hier auch unterwegs. Trotz dass dieser Vulkan ca. 200 m höher ist als der Erste, ist die Aussicht nicht ganz so atembetraubend, obwohl man auch hier einen wunderbaren Blick auf die Küste hat. Zudem kann man den Krater des San Antonio gut erkennen: Wie kleine Pilze sehen die jungen Kiefern aus, die am Grund des Kraters wachsen. Beim Anblick des riesigen Kraters kann man nur erahnen, wie groß die Kräfte bei einem Ausbruch sein müssen!
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Das Besucherzentrum am San Antonio haben wir uns geschenkt, obwohl es hier einiges Interessantes zu sehen geben soll (u. a. einen Seismographen). Am Parkplatz haben wir links über den GR131 den Rückweg angetreten: Zunächst läuft man hier einen kleinen Pfad zwischen Kiefern und Sträuchern hinab, bis man auf die Straße trifft und dieser ein ganzes Stück lang folgt. Am Straßenrand haben wir zahlreiche Geckos entdeckt, die erstaunlich zahm waren. Als mir aus Versehen ein Stück Apfel auf den Boden gefallen ist, haben wir auch den Grund dafür entdeckt: sie lassen sich füttern! Für ein Stückchen Apfel ließen sie sich fast streicheln... Ab dem Parkplatz am Teneguía ist der Rückweg dann identisch mit dem Hinweg - allerdings keineswegs langweilig, denn zum einen hat man noch einige herrliche Ausblicke von oben auf den Vulkan und zum anderen hat man beim Abstieg die ganze Zeit eine herrliche Sicht auf die Küste mit der kleinen Fischersiedlung in El Faro, auf den Leuchtturm und das Meer!
Wieder unten in Faro de Fuencaliente angekommen haben wir zunächst unsere staubigen Füße im kalten Meer gewaschen und sind dann noch etwas am kleinen (aber sehr romantischen) Strand entlang geschlendert. Am Ende des kleinen Strandes befindet sich eine unscheinbare Wellblechhütte, in der frischer Fisch und ein kühles, frisch gezapftes Bier oder Hauswein angeboten wird. Hier gibt es den besten Fisch von ganz LaPalma! Ein absolutes Muss, wenn man schon mal hier ist. Wir haben einfach mal "`Pestados frites"' bestellt, obwohl wir uns nicht sicher waren, was wir überhaupt bestellt haben. Ein "`so wie er ist"'-fritierter Fisch inklusive Kopf und Schwanz. Vermutlich war es eine Dorade oder soetwas ähnliches - mit kleinen Kartoffeln, Mojo und Salat. Der Fisch sah mit dem fritierten Gesicht, dem fritierten Schwanz und den fritierten Flossen (die wie von einem Fossil aussahen) etwas gewöhnungsbedürftig aus, er hat aber hervorragend geschmeckt! Unbedingt probieren! Die Fischbude war wohl bis vor wenigen Jahren noch ein absoluter Geheimtipp, scheint aber mittlerweile etwas bekannter zu sein. Als wir hier waren war aber nur sehr wenig los (zum Glück!). Auch die Preise gehen noch absolut in Ordnung: 3 Bier, ein großer frischer Salat, ein Teller mit Kartoffeln und Mojo und 2 große, frische Fische zusammen für 28 EUR.
Wir hatten beim Abendessen einen wunderbaren Blick auf die untergehende Sonne und das orange-rote Meer. Das war richtig schön und gemütlich! Gegen 18 Uhr haben wir dann über die östliche Route (LP-130) den Rückweg angetreten. Alles in allem waren wir 5 - 6 Stunden unterwegs, die Wanderung war ca. 10 km lang und die Höhendifferenz war 0-440-400-660-0 Meter. Für einigermaßen sportliche Naturen stellt die Wanderung keinerlei Probleme dar und ist ohne weiteres machbar. Ein wenig schwindelfrei sollte man allerdings sein. Man sollte jedoch unbedingt festes Schuhwerk einplanen (keine Trekkingsandalen wegen des Vulkanschotters und -sands).
Wetter: sonnig, wolkenloser, tiefblauer Himmel, ca. 25 C
Heute wollten wir es etwas gemächlicher angehen: Die Wanderung von gestern konnten wir dann doch etwas in den Waden, Schultern und Füßen merken... Nach dem Frühstück haben wir uns zunächst noch einmal zum Einkaufen, Tanken und Geld holen nach Los Llanos aufgemacht. Nachdem wir alles erledigt hatten und die Einkäufe im Kühlschrank verstaut waren, sind wir nach Tazacorte gefahren.
Hier haben wir den Wagen abgestellt und sind zu Fuß zum Hafen und Strand Puerto de Tazacorte gelaufen (ca. 1/2 h, gemütlicher Spaziergang). Auch dieser Weg führte durch riesige Bananenplantagen hinab zum Strand. Teilweise musste man hier an der Straße laufen, teilweise führte ein kleiner Fußweg als Abkürzung (sehr steil) zwischen den Serpentinen entlang. Der Hafen bot wenig Interessantes, der Strand war dafür aber sehr schön! Er wird auch das Remini von La Palma genannt, da man hier auf der Promenade wie in Italien flanieren kann, um zu sehen und gesehen zu werden. Wir haben direkt am Strand, der fast menschenleer war, ein kleines Picknick gemacht und haben die Aussicht auf das Meer genossen. Anschließend sind wir zurück zum Auto marschiert.
Dann ging es über die LP-120 zurück zur LP-1, um dann weiter in Richtung Norden zu fahren. Serpentinenartig ging es den Ausläufer der Caldera immer weiter hinauf, am höchsten Punkt befindet sich der mit einem hässlichen Ausflugslokal zugepflasterte Aussichtspunkt Mirador El Time, von dem man aber einen schönen Fernblick geniessen kann. Weiter ging es dann mit dem Wagen recht zügig zum kleinen Örtchen Las Tricias, von dem wir eigentlich zu den Höhlen Buracas wandern wollten (was wir allerdings, weil wir eine falsche Abbiegung gewählt hatten, nicht geschafft haben). Stattdessen sind wir genau gegenüber den Höhlen herausgekommen...
Der Wanderweg begann direkt an der Dorfkirche. Von hier aus ging es zunächst ca. 1 km die Straße bergab, bis sich die Straße von zwei auf eine Spur verengt hat. Kurz danach ging links ein kleiner, steiniger Weg direkt an einer restaurierten Finca bergab. Nach ca. 200 m machte der Weg eine 90 Grad Wendung nach links und führte wieder bergauf. An dieser Stelle verließen wir den Weg und bogen rechts auf eine Asphaltstraße ab. Am Haus, welches man jetzt passiert, wurden allerlei selbstgefertigte Wanderutensilien und Snacks von einer älteren Frau verkauft (z. B. Wanderstöcke, frische Mandeln etc.). In einer Rechtskurve bogen wir jetzt links in den zweiten Pfad abwärts ein. Der Weg war wieder rot-weiß markiert und bog sogleich rechts ab. An dieser Stelle stand ein herrlicher, riesiger Drachenbaum, unter dem wir eine kleine Foto-Pause eingelegt haben. Anschließend haben wir eine Straße und einen Weg gekreuzt und sind an der kommenden Weggabelung rechts abgebogen (rot-weiße Markierung). Die Originalwanderung wäre aber links weitergegangen! Später haben wir gemerkt, dass man auch hätte rechts abbiegen können und wäre die Tour dann rückwärts gelaufen. Das ist uns aber erst 2 Tage später beim Blättern im Reiseführer aufgefallen. Wir dachten, dass wir falsch abgebogen wären und sind deswegen nicht weiter gelaufen als hier beschrieben...
Nachdem wir also fälschlicherweise rechts abgebogen sind, sind wir an einigen Häusern vorbeigekommen, bevor wir an eine Schlucht gekommen sind. Der Weg ging nun als schmaler Pfad um die Schlucht herum und verlief dabei bis ganz runter in die Schlucht, um dann wieder komplett anzusteigen. Am Ende der Schlucht kamen wir an einem alten, verlassenen Stall an. Hier haben wir, während wir die herrliche Aussicht auf das Meer genossen haben, eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und haben dann die Wanderung abgebrochen (da wir ja dachten, dass wir falsch gelaufen sind). Wir sind also dann den Weg genauso wieder zurückgelaufen, den wir gekommen waren. Die komplette Tour hat ca. 2,5 Stunden gedauert und war ca. 5 - 6 Kilometer lang, Höhenunterschied 300-0-300 Meter.
Nachdem wir wieder an unserer Ferienwohnung angekommen waren, haben wir auf dem Grillplatz unter schattigen Bäumen gegrillt und haben den Tag ruhig ausklingen lassen.
Wetter: Sonniger, strahlender Himmel, 20 - 25 C
Heute stand die Erkundung des nordöstlichen La Palma auf dem Programm. Wir hatten die Tour so geplant, dass Abends noch genug Zeit für ein kleines Silvesteressen mit anschließender "`Feier"' war. Direkt nach dem Frühstück sind wir in Rictung El Paso aufgebrochen. Hier wollten wir noch einige Dinge für den Silvesterabend einkaufen, bevor wir dann weiter Richtung Nordosten fahren wollten. Der Supermarkt San Martin hat hier auch Sonntags bis 18 Uhr geöffnet - so konnten wir ganz entspannt einkaufen.
Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten, ging es über Santa Cruz auf der LP-1 zu unserer ersten Station: Los Tilos. Durch die neue Brücke, die erst vor kurzem erbaut wurde, ist Los Tilos nur noch aus Richtung Santa Cruz kommend über eine Einbahnstraße (LP-107) erreichbar. Der Hauptverkehr geht über die Brücke an Los Tilos vorbei. Meine Eltern waren vor ein paar Jahren während ihres La Palma Urlaubs ebenfalls an dieser Stelle - allerdings war die Brücke damals noch im Bau. Daher mussten wir hier eine kurze Fotopause einlegen, um ein "`Beweisfoto"' zu schiessen, dass die Brücke tatsächlich fertig geworden ist und die Ingenieure auch exakt die andere Seite der Schlucht "`getroffen"' haben!
In Los Tilos angekommen wollten wir eigentlich zunächst das Informationszentrum besuchen - dieses hatte aber geschlossen... Also sind wir direkt losgewandert. Wir wollten hier nur etwas kurzes unternehmen, daher haben wir uns für die einstündige Tour in die Schlucht Barranco de Agua entschieden. In dem MM-Reiseführer ist es Wanderung Nr. 14, im Reise-Know-How-Reiseführer Nr. 17. 30 Meter unterhalb des Besucherzentrums startet der Weg in einer Rechtskurve auf der linken Seite. Der Pfad führt zunächst zwischen einem Wasserkanal und dem steilen Abhang ca. 100 Meter bis zu einem offenen Wassertank entlang.
An dieser Stelle geht es hinab ins Flussbett bis auf den Grund der Schlucht. Nach dem kurzen Abstieg hält man sich rechts und wandert bzw. kraxelt durch Schutt, Geröll und altes Treibholz den Flusslauf entlang. Die Schlucht mit ihren mit Moos und Farnen bewachsenen Hängen wirkt schroff und feucht und lässt ein wenig Abenteuerlust aufkommen. Nach ca. 15 Minuten trifft man auf eine Steilwand, auf die rechts eine Steintreppe führt. Hier kommt man allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr weiter! Also muss man die Steilwand links umqueren! Nach weiteren 10 Minuten ist dann das Ende der Schlucht erreicht und man geht den gleichen Weg, den man gekommen ist, wieder zurück.
Alles in allem ist die Kurztour ca. 2 Kilometer lang und man benötigt ca. 1 Stunde. Festes Schuhwerk und auf jeden Fall etwas wärmere Kleidung ist empfehlenswert.
Nachdem wir zurück am Parkplatz waren, haben wir unsere kleine "`Nordtour"' fortgesetzt und sind aufgebrochen nach La Fajana, um uns hier die großartigen Wellen anzuschauen. La Fajana liegt an der äußersten nord-östlichen Spitze von La Palma und bietet neben ein paar touristischen Einrichtungen (Restaurants, Hotels), die aber alle um diese Jahreszeit mehr oder weniger verlassen waren, ein sehr schönes Strandbad, indem bei diesen Temperaturen sogar ein paar Hartgesottene baden gewesen sind.
Die Wellen und das Meer sind hier einfach fantastisch! Wir hatten bei sonnigem Wetter eine richtig rauhe See mit tiefblauem Himmel und einem tiefblauen Meer, auf dem die weißen Schaumkronen in der Sonne nur so glitzerten.
Die nächste Station waren die Höhlenmalereien bei La Zorza. Wir sind gerade noch kurz vor Schließung des Besucherzentrums angekommen. Im Besucherzentrum gibt es neben einem kleinen Inforaum über Geschichte und Entstehung der Malereien auch einen Film zu sehen, für den es für uns aber leider schon zu spät war. Auch der Eintritt für die Besichtigungen der Malereien muss hier entrichtet werden (1,80 EUR/Person). Die beiden Stellen, an denen man die Höhlenmalereien sehen kann, erreicht man über einen wilden, romantischen Rundweg durch eine Urwald ähnliche Bewaldung, wie sie hier im Norden an vielen Stellen typisch ist. Leider sind die Höhlenmalereien über die Jahrtausende schon stark verwittert und zudem mit "`modernen"' Kritzeleien von irgendwelchen Idioten "`vervollständigt"' worden. So kann man sie im Fels nur schwer ausmachen.
Leider befinden sich die Malereien auch nicht in einer Höhle, so wie es im Infozentrum dargestellt war, sondern auf Felsen, die "`wie zufällig"' am Wegesrand liegen bzw. stehen. Da im Infozentrum Bilder von Archäologen aushingen, die sie bei Ausgrabungen in einer Höhle zeigen, müssen sich die urzeitlichen Bildnisse wohl ursprünglich mal in einer Höhle befunden haben. Schade, dass man das nicht so ursprünglich erhalten hat: das hätte das Ganze sicher ein wenig spannender gemacht. Alles in allem haben mich die Höhlenmalereien sehr stark an die Saurierspuren in der Nähe von Bad Essen erinnert. Wer schon mal da war, weiß was ich meine... Es hört sich alles ziemlich aufregend an, ist dann aber für den Laien doch eher enttäuschend.
Nach der Besichtigung der Höhlenmalereien haben wir uns zurück auf den Heimweg gemacht. Abends gab es dann eine kleine "`Silvesterfeier"' in unserer Ferienwohnung mit Spagetti Napoli, viel Weißwein und natürlich auch viel Sekt! Neujahr haben wir dann gleich zweimal gefeiert: Zuerst nach deutscher Zeit, eine Stunde später nach LaPalma-Ortszeit. Von unserem Wohnzimmerfenster aus konnten wir direkt auf die kleine Stadt Los Llanos blicken, wo auch ein bis zwei kleine Feuerwerke auszumachen waren! Auf Grund der Trockenheit und der damit einhergehenden Brandgefahr sind allerdings Böllern und auch Feuerwerke auf La Palma nicht sehr verbreitet. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan!
Wetter: wolkenlos und sonnig, 20 - 25 C . Nachts starker Sturm!
Am Neujahrtag sind wir erst spät aufgestanden (nachdem wir ja auch erst spät im Bett waren). Da auch das ausgiebige Frühstück auf unserer Terasse unsere Lebensgeister nicht wirklich erwecken konnte, haben wir kurzerhand den heutigen Tag zum Relax- und Strandtag erkoren. Zunächst haben wir es uns auf den zum Appartement gehörenden Liegen am Pool bequem gemacht und gelesen und geschlafen. Als uns dann gegen 15 Uhr doch etwas langweilig wurde und der Platz am Pool auch etwas schattig und frisch wurde, sind wir noch nach Puerto Naos an den (pechschwarzen) Strand gefahren und haben uns etwas von der Sonne bräunen lassen, die hier noch richtig Kraft besaß! Dabei haben wir zahlreiche Paraglider sowie dicke Frauen im String-Bikini und deutsche Bierbäuche in knapper Badehose beobachtet.
Abends waren wir im "`El Sombrero"' essen, da es recht nah an unserem Haus lag. Es hat sich dann allerdings leider als durch und durch deutsches Restaurant erwiesen. Als wir hereinkamen und gleich auf Deutsch begrüsst worden sind, haben wir auch unseren deutschen Mietwagenverkäufer hinten an der Theke gesehen, der sich ausgiebig mit seinem Kumpel (dem Wirt) unterhielt. Aus einer anderen Ecke hat ein dicker, deutscher Tourist sich lautstark noch ein "`Köpi"' bestellt. Na klasse, deswegen bin ich nach Spanien in den Urlaub gefahren! Das Essen war in Ordnung, aber teuer und nicht wirklich weltbewegend. Heike hatte wieder Fisch, der aber nicht annähernd so gut wie der in der Wellblechbude (siehe Kapitel sec:2tag) war. Ich hatte irgendein Stück Fleisch.
Wetter: 20 - 25 C , wolkenlos und sonnig. Nachts wieder sehr stürmisch.
Da wir nun gestern mehr oder weniger garnichts gemacht hatten, waren wir heute wieder voller tatendrang: Wir hatten uns die große Caldera-Runde vorgenommen (MM-Verlag Wanderung Nr. 25, ReiseKnowHow: Wanderung Nr. 2). Dazu haben wir uns relativ früh auf den Weg gemacht und waren gegen 10 Uhr am Anfang der Furt des Rio Taburiente. Von hier aus wollten wir mit dem Jeep-Taxi bis nach Los Brecitos auf 1190m Höhe fahren. Die Strecke wird ausschließlich Gelände tauglichen Fahrzeugen empfohlen (deswegen auch Jeep-Taxi), wir haben oben zwar auch einen normalen PKW gesehen, aber selbst würde ich die Strecke nicht fahren, da neben den schlechten Straßenverhältnissen auch vom Fahrer einiges abverlangt wird (besonders wenn Fahrzeuge entgegen kommen). Der Weg ist fast ausschließlich genau eine Wagenbreite breit, links geht's mehrere hundert Meter fast senkrecht in die Tiefe (ohne Leitplanken o. ä.). Ein weiteres Minus als Selbstfahrer ist, dass man die Runde nicht laufen kann, sondern irgendwie ja zum Start zurückkehren muss.
Als wir am kleinen Parkplatz am Anfang der Furt unten angekommen waren, warteten bereits einige Wanderer dort auf das Jeep-Taxi, sodass wir erst mit dem 2. Taxi mitkamen. Die Fahrt kostet 10 EUR/Person und dauert 45 Minuten. Gegen 11:45 Uhr waren wir also oben am kleinen Parkplatz in Los Brecitos und sind auch gleich losmarschiert.
Das erste Drittel der Wanderung glich einem leichten Spaziergang: Der Pfad führte mitten durch einen Kiefernwald immer am Hang entlang und immer leicht bergab. Während man auf dem weichen, mit Kiefernnadeln bedeckten Weg zügig im Schatten hoher Bäume voran kam konnte man die herrliche Aussicht runter in die Caldera genießen. Mehrere Male zweigten kleinere Wege ab (meist Überreste eines alten Mullypfads) - man bleibt aber stets auf dem besser ausgebauten Hauptweg. Meist zeigte an solchen Stellen auch ein Schild Richtung Campingplatz die korrekte Richtung an. Nach ca. 1 Stunde trafen wir das erste Mal auf den Fluß, den wir auf Steinen überqueren mussten. Auf der anderen Seite des Ufers stieg der Weg nochmals kurz an und endete dann auf dem Campingplatz (ohne Sanitäreinrichtungen). Auf den rustikalen Holzbänken des Platzes haben wir ein wenig verschnauft und eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Anschließend sind wir kurz in das kleine Besucherzentrum gegangen, das etwas oberhalb des Campingplatzes steht. Der Ranger dort war sehr nett und hat uns und einer kleinen Gruppe weiterer Wanderer an einem Modell der Caldera den weiteren Weg und die weiteren Möglichkeiten erklärt - und das auf Wunsch in 3 Sprachen (Englisch, Spanisch, Deutsch)!
Der Weg ging dann etwas oberhalb des Besucherzentrums weiter und wurde merklich anspruchsvoller. Zunächst ging es jetzt bergab bis zum Flussbett. Der Weg war ziemlich steil und durch das viele Geröll bzw. den Schutt auch sehr rutschig und dementsprechend anstrengend zu laufen. Aber auch hier konnte man wieder den herrlichen Ausblick genießen. Auch landschaftlich wurde es jetzt, im Gegensatz zum ersten Drittel der Tour, sehr viel steiniger und felsiger.
Wir sind an dem Steinaltar vorbeigekommen, der der Einweihung des Nationalparks diente, bevor wir dann nach ca. einer weiteren Stunde nach Verlassen des Zeltplatzes an der Stelle Dos Agnas ankamen, wo die beiden Flüsse Taburiente und Almendro zusammenfließen. Von nun an ging es fast ausschließlich im Flussbett entlang, wobei man hier von Stein zu Stein balancieren musste und auch mehrere Male den Fluss kreuzen musste. Da es zu dieser Jahreszeit sehr trocken war, bestand der Fluss mehr oder weniger nur aus einem kleinen Rinnsal, sodass das Kreuzen des Flusses von Stein zu Stein kein Problem war. Wo der Fluss so breit war, dass man ihn nicht überwinden konnte, wiesen Schilder auf eine Umgehung am Uferrand hin. Wir sind an mehreren, teils schon stark verfallenen, Staustufen vorbeigekommen, bevor wir nach ca. 2 bis 3 Stunden wieder am Parkplatz am Anfang der Furt angekommen waren.
Mit unserer ausgiebigen Pause am Campingplatz hat die Wanderung ca. 5,5 Stunden gedauert und war ca. 15 Kilometer lang, es ging von 1190 m fast ausschließlich bergab, durch den felsigen, schroffen Untergrund (besonders im Flussbett) ist die Wanderung aber recht anstrengend.
Nachdem wir am Parkplatz wieder abgefahren sind, haben wir in Los Llanos noch schnell ein paar Dinge eingekauft und Abends an der Ferienwohnung noch gegrillt und den Tag so gemütlich ausklingen lassen.
Wetter: 20 - 25 C , wolkenlos und Nachts wieder sehr stürmisch.
Heute wollten wir uns noch den höchsten Punkt der Insel anschauen: Den Roque de Los Muchachos. Der höchste Berg der Insel ist 2426m hoch und lässt sich bequem per Auto erreichen.
Wir sind pünktlich aufgebrochen und sind gemütlich bis zur nördlichen Seite der Caldera (an der der Roque de Los Muchahos liegt) gefahren. Auf dem Weg hoch haben wir mehrmals angehalten und die fantastische Aussicht genossen! Irgendwann erreicht man dann die Wolkengrenze und kann nur noch recht wenig sehen, bis man dann wieder aus der Wolkendecke ausbricht und eine grandiose Aussicht hat!
Auf dem Weg hoch zum Berg haben wir noch Blut und Wasser geschwitzt, denn die Tankanzeige unseres Wagens zeigte mehr oder weniger "`Null"' Füllstand an. Heikes Laune verschlechterte sich merklich. Aber auf dem Rückweg haben wir dann gemerkt, dass es wohl nur ein dem steilen bergauf-fahren gelegen hat, dass die Anzeige so niedrig stand.
Oben angekommen kann man einen kleinen Aussichtspunkt erwandern (10 Minuten) und die fantastische Aussicht auf die hier liegende Sternwarte genießen. An seltenen Tagen kann man die Sternwarte auch besichtigen, was aber eher unspektakulär sein soll, da moderne Sternwarten eher aus großen Computern und zahlreichen Bildschirmen bestehen als aus den "`romantischen"' Fernrohren früherer Jahrhunderte. Von außen ist die Warte auf jeden Fall sehr beeindruckend!
Zurück zu Hause haben wir dann unsere Sachen gepackt und schon alles für den Abflug morgen vorbereitet. Anschließend hieß es relaxen auf der Terasse und den Sonnenuntergang geniessen!
Wetter: 20 - 25 C , wolkenlos.
Unser Rückgflug ging erst am Nachmittag. So hatten wir ausreichend Zeit unseren Haustürschlüssel wieder abzugeben und auch den Mietwagen wegzubringen. Den muss man allerdings einfach mit dem Schlüssel unter der Fußmatte auf dem Parkplatz am Flughafen abstellen.
So sind wir noch ein wenig in der näheren Umgebung von Santa Cruz de La Palma herumgekurvt und haben uns dort noch die Strände angeschaut.
Um 23 Uhr landete dann der Flieger in Hamburg und wir mussten noch ca. 5 Stunden nach Hause nach Dresden fahren. Dass war nicht so klasse aber mit abwechselndem Fahren ging's einigermaßen. Um 4 Uhr sind wir dann totmüde ins Bett gefallen und haben ersteinmal richtig ausgeschlafen!
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Computer Based Learning Unit, University of Leeds.
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Ross Moore,
Mathematics Department, Macquarie University, Sydney.
The command line arguments were:
latex2html -split 0 -show_section_numbers -no_navigation lapalma.tex
The translation was initiated by Michael Schlenstedt on 2008-03-15
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